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Deutsches Steuermodell begünstigt illegale Online-Glücksspielanbieter

Harper Albrecht · Nov 7, 2026

Deutsches Steuermodell begünstigt illegale Online-Glücksspielanbieter

Analyse des deutschen Steuermodells für lizenzierte Online-Glücksspiele und dessen Auswirkungen auf den Markt

Eine Untersuchung von DIW Econ zeigt, dass das aktuelle Steuermodell für lizenzierte Online-Glücksspiele in Deutschland zu einem durchschnittlichen RTP von rund 89 Prozent nach Abzug der Steuern führt, während illegale Anbieter RTP-Werte von etwa 95 Prozent offerieren und damit längere Spielzeiten bei identischen Einsätzen ermöglichen; diese Differenz lenkt Spieler verstärkt in den unregulierten Bereich. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) beziffert den illegalen Online-Glücksspielmarkt auf 400 bis 600 Millionen Euro, und eine Studie der Universität Leipzig ergänzt, dass etwa 50 Prozent der gesamten Spielzeit auf nicht lizenzierten Plattformen stattfinden. Branchenvertreter kritisieren, dass dieses Modell die Ziele des Glücksspielstaatsvertrags untergräbt, indem es legale Angebote wirtschaftlich benachteiligt und gleichzeitig den Schwarzmarkt stärkt.

Details zur DIW Econ Untersuchung

Die Analyse von DIW Econ konzentriert sich auf die steuerlichen Rahmenbedingungen, die lizenzierte Betreiber einhalten müssen, und verdeutlicht, wie die daraus resultierende RTP-Reduktion auf etwa 89 Prozent die Attraktivität regulierter Plattformen mindert, während illegale Operatoren ohne diese Belastung höhere Auszahlungsquoten und somit verlängerte Spielphasen bei gleichen Einsätzen anbieten können; Experten beobachten, dass diese Struktur Spieler systematisch zu nicht lizenzierten Anbietern führt. Daten aus der Studie belegen zudem, dass die steuerliche Belastung die Wettbewerbsfähigkeit legaler Angebote erheblich einschränkt und damit den Übergang zu illegalen Alternativen fördert, die mit RTP-Werten von etwa 95 Prozent locken.

Schätzungen der GGL zum illegalen Markt

Die GGL hat den Umfang des illegalen Online-Glücksspielmarktes auf 400 bis 600 Millionen Euro beziffert, was auf eine signifikante Verschiebung der Spielaktivitäten hinweist; diese Einschätzung basiert auf Marktdaten und Beobachtungen, die zeigen, wie das bestehende Steuermodell legale Betreiber benachteiligt und illegale Plattformen begünstigt. Behördenmitarbeiter verfolgen diese Entwicklungen kontinuierlich, um die Auswirkungen auf den regulierten Sektor zu erfassen, während die Zahlen gleichzeitig auf anhaltende Herausforderungen bei der Durchsetzung des Glücksspielstaatsvertrags hinweisen.

Ergebnisse der Universität Leipzig Studie

Die Untersuchung der Universität Leipzig kommt zu dem Schluss, dass rund 50 Prozent der gesamten Spielzeit auf unlizenzierten Seiten erfolgen, was die Präferenz der Spieler für Angebote mit höheren RTP-Werten und längeren Spielzeiten unterstreicht; Forscher haben diese Verteilung durch detaillierte Analysen der Nutzungsdaten ermittelt und dabei festgestellt, dass das deutsche Steuermodell maßgeblich zu dieser Verschiebung beiträgt. Solche Erkenntnisse verdeutlichen, wie die steuerlichen Vorgaben legale Anbieter in eine Position bringen, die illegale Operatoren mit RTP-Quoten von etwa 95 Prozent attraktiver erscheinen lassen und somit die Ziele des regulierten Marktes konterkarieren.

Vergleich von RTP-Werten bei lizenzierten und illegalen Online-Glücksspielangeboten in Deutschland

Reaktionen aus der Glücksspielbranche

Vertreter der Glücksspielindustrie äußern sich kritisch zu den Auswirkungen des Steuermodells und betonen, dass es die ursprünglichen Intentionen des Glücksspielstaatsvertrags unterläuft, indem es Spieler in den illegalen Bereich drängt; sie verweisen dabei auf die Kombination aus reduzierten RTP-Werten von etwa 89 Prozent bei legalen Angeboten und den höheren Quoten illegaler Plattformen als zentralen Faktor. Beobachter in der Branche stellen fest, dass diese Dynamik nicht nur die Marktanteile legaler Betreiber schmälert, sondern auch die regulatorischen Bemühungen erschwert, einen sicheren und kontrollierten Rahmen aufrechtzuerhalten.

Schluss

Zusammengefasst liefert die DIW Econ Studie in Verbindung mit den Schätzungen der GGL und der Analyse der Universität Leipzig klare Hinweise darauf, dass das deutsche Steuermodell für lizenzierte Online-Glücksspiele illegale Anbieter mit höheren RTP-Werten und verlängerten Spielzeiten bevorzugt; diese Entwicklungen werden in Branchenkreisen genau verfolgt, da sie direkte Auswirkungen auf die Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags haben. Weitere Beobachtungen zeigen, dass Anpassungen am steuerlichen Ansatz erforderlich sein könnten, um die Balance zwischen legalen und illegalen Märkten wiederherzustellen und die Spielerströme entsprechend zu lenken.