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Fünf Jahre GGL: Rückblick auf den Online-Glücksspielmarkt und Aufruf zu regulatorischer Flexibilität

Ellis Beck · Sep 26, 2026

Fünf Jahre GGL: Rückblick auf den Online-Glücksspielmarkt und Aufruf zu regulatorischer Flexibilität

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Marktüberblick

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) markierte im September 2026 ihr fünfjähriges Bestehen mit der Veröffentlichung eines umfassenden Rückblicks auf den Online-Glücksspielmarkt und forderte gleichzeitig eine größere regulatorische Flexibilität, um auf sich wandelnde Technologien, Geschäftsmodelle sowie illegales Glücksspiel reagieren zu können.

Die Behörde, die bundesweit für die Lizenzierung und Überwachung von Anbietern zuständig ist, einschließlich virtueller Automatenspiele und Poker, während Tischspiele wie Blackjack den einzelnen Bundesländern vorbehalten bleiben, berichtete über die Beaufsichtigung von 129 lizenzierten Betreibern.

Entwicklung der Aufsichtstätigkeit seit der Gründung

Seit ihrer Einrichtung hat die GGL ihre Durchsetzungsbemühungen deutlich intensiviert, wobei die Zahl der Verbotsverfahren im Jahr 2025 auf 287 anstieg. Diese Maßnahmen richteten sich gegen Anbieter, die ohne gültige Lizenz operierten, und zeigten, wie die Behörde ihre Kontrollfunktion kontinuierlich ausbaute, während sie gleichzeitig die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bei den zugelassenen Betreibern sicherstellte.

Die Zahlen verdeutlichen einen systematischen Ansatz, bei dem die GGL nicht nur bestehende Lizenzen verwaltete, sondern auch aktiv gegen unrechtmäßige Aktivitäten vorging, und dies in einem Markt, der durch rasche technologische Entwicklungen geprägt ist.

Erfolge bei der Bekämpfung illegaler Angebote

Bis Ende 2025 hatte die GGL insgesamt 1.843 illegale Websites unzugänglich gemacht. Diese Maßnahmen führten dazu, dass rund 77 Prozent des Marktes über den lizenzierten Kanal abgewickelt wurden. Die Behörde verknüpfte diese Erfolge mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und einer verbesserten technischen Überwachung, die es ermöglichte, illegale Plattformen schneller zu identifizieren und zu blockieren.

Statistiken zur Marktabdeckung und Durchsetzung durch die GGL

Beobachter notierten, dass diese Entwicklung den Anteil des regulierten Bereichs spürbar erhöhte, während gleichzeitig die Risiken für Spieler reduziert wurden, die zuvor auf nicht lizenzierte Angebote zurückgegriffen hatten.

Forderung nach angepassten Regelungen

In ihrem Jubiläumsrückblick hob die GGL hervor, dass die bestehenden Regelwerke an die Dynamik des Marktes angepasst werden müssten. Die Behörde wies darauf hin, dass neue Technologien und veränderte Geschäftsmodelle eine flexiblere Handhabung erforderten, um illegale Angebote wirksam einzudämmen und gleichzeitig den lizenzierten Sektor zu stärken. Der Bericht der GGL betonte, dass starre Vorgaben den Schutz der Spieler sowie die Wettbewerbsfähigkeit der legalen Anbieter beeinträchtigen könnten.

Die GGL verwies auf ihre bisherigen Erfahrungen und stellte fest, dass eine Anpassung der Rahmenbedingungen notwendig sei, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, ohne die Kernziele des Glücksspielstaatsvertrags aus dem Blick zu verlieren.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Die Behörde kündigte an, ihre Aufsichtstätigkeit weiter zu optimieren und die Zusammenarbeit mit den Bundesländern sowie mit technischen Dienstleistern auszubauen. Dabei bleibe die Balance zwischen einem sicheren, lizenzierten Markt und der konsequenten Bekämpfung illegaler Angebote im Mittelpunkt der Arbeit. Die im Jahr 2025 erreichten Fortschritte dienten als Grundlage für weitere Schritte, die auf eine nachhaltige Regulierung abzielen.

Conclusion

Die Veröffentlichung zum fünften Jahrestag der GGL liefert eine klare Bestandsaufnahme der Entwicklungen im deutschen Online-Glücksspielmarkt. Mit der Beaufsichtigung von 129 lizenzierten Betreibern, 287 Verbotsverfahren im Jahr 2025, 1.843 blockierten illegalen Websites und einem Anteil von etwa 77 Prozent im lizenzierten Kanal dokumentiert die Behörde messbare Erfolge. Gleichzeitig unterstreicht sie die Notwendigkeit angepasster Regelungen, um auf künftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Die GGL positioniert sich damit als zentrale Instanz, die sowohl Kontrolle ausübt als auch Anpassungen anregt, um den Markt langfristig zu stabilisieren.